© MS&P, Michael Schott, Tourismusverband Ostallgäu e.V.

Schlossparkradrunde im Allgäu - Abschnitt 2

Auf einen Blick

  • Start: Lechbruck am See
  • Ziel: Waal
  • 51,42 km
  • 3 Std. 44 Min.
  • 359 m
  • 897 m
  • 635 m

Beste Jahreszeit

Die Schlossparkradrunde im Allgäu wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) als ADFC-Qualitätsradroute mit fünf Sternen ausgezeichnet und ist somit einer von derzeit zwei vom ADFC in Deutschland ausgezeichneten 5-Sterne-Radfernwegen. Auf den Spuren der Dampfrösser.

In Lechbruck biegen wir in südwestlicher Richtung auf die ehemalige Eisenbahnnebenstrecke Marktoberdorf-Lechbruck ein, die nach der Einstellung des Schienenverkehrs und dem Abbau der Gleise im April 1974 vom Landkreis Ostallgäu erworben und als Radweg ausgebaut wurde.

Wir passieren den Abzweig Richtung Schmuttersee – einen bei Badegästen beliebten Moorweiher – und folgen der ehemaligen Eisenbahnstrecke nach Steinbach. Als besondere Erinnerung an die rollende, dampfbetriebene Vergangenheit konnte hier das einstige Bahnhofsgebäude an seinem Originalstandort nachgebaut werden und dient heute den Radlern als Rastmöglichkeit zu einer Verschnaufpause.

Bei Stötten am Auerberg verlassen wir den Bahndamm und biegen linkerhand Richtung Ortszentrum ab. Ehe wir das „Dorf am Moor“ erreichen, bietet sich die Möglichkeit, den interaktiven und kindgerechten Moos-Erlebnis-Pfad im Stöttener Moos mit allen Sinnen zu erkunden.

Nordöstlich von Stötten erklimmen wir eine Anhöhe, die uns einen wundervollen Blick über das Tal der Geltnach mit ihren Hochmooren und in die Berge offenbart. Auf kaum befahrenen Nebenstraßen rollen wir nach Rettenbach am Auerberg. Unterwegs ergeben sich rechterhand tolle Blicke auf den Auerberg mit der Kirche St. Georg. Auf dem Auerberg wird die älteste großflächig angelegte römische Siedlung in Bayern vermutet.

Über Frankau erreichen wir nach einer kurzen Steigung den Weiler Krottenhill. Wieder bietet sich uns ein einmaliges Alpenpanorama.

Auf den folgenden Kilometern können wir unser Fahrrad bergab laufen lassen und gelangen nach Ingenried. Kurz nach der Ortschaft fädeln wir in nördlicher Richtung auf eine weitere ehemalige Eisenbahnnebenstrecke des Allgäus ein. Das „Sachsenrieder Bähnle“, wie es im Volksmund genannt wird, verband die Städte Kaufbeuren und Schongau und wird nun als Radweg genutzt. König Ludwig I., der Großvater Ludwigs II., setzte sich stark für den Bau neuer Transportmedien ein und ließ in den Jahren 1843 – 1854 die erste Eisenbahn-Staatsbahnstrecke zwischen Hof und Lindau (über Buchloe, Kaufbeuren und Kempten) erbauen. Nachdem durch das darauf entstandene Eisenbahnnetz die größeren Städte angeschlossen waren, wurden dank des Lokalbahngesetzes von 1882 zusehends auch die kleinen Städte im ländlich geprägten Raum mit der Eisenbahn erschlossen. Leider machte das Schicksal der schwindenden Rentabilität von Eisenbahnnebenstrecken aufgrund der gestiegenen Mobilität und der zunehmenden Verlagerung des Transports auf die Straße auch vor dieser Strecke nicht halt, so dass sie im Jahre 1977 stillgelegt und die Gleise 1979 abgebaut wurden.

Fernab von motorisiertem Verkehr und mit moderater Steigung geht es auf dem Sachsenrieder Bähnle durch den sagenumwobenen Sachsenrieder Forst, vorbei am idyllischen Waldbahnhof, nach Stocken. Oberhalb des Hühnerbachtals lädt ein Panorama-Rastplatz zu einem kurzen Moment des Stillstandes ein.

In Helmishofen, kurz nachdem wir eine Köf II – eine Kleinlokomotive wie sie einst im Einsatz war – am Wegesrand passiert haben, verlassen wir den Bahndamm und radeln weiter nach Aufkirch. In Aufkirch lohnt sich ein Besuch des Kaltentaler Brauhauses mit seinem selbst gebrauten Bier. Frisch gestärkt meistern wir den Anstieg auf den Hang des Kaltentales und werden mit einem schönen Ausblick belohnt.

Über kleine Weiler und Ortschaften gelangen wir auf wenig befahrenen Straßen nach Waal. Die Marktgemeinde ist bekannt für seine Passionsspiele, den ältesten in Bayerisch Schwaben. Die Passions- und Heiligenspiele stammen aus den Pestjahren im frühen 17. Jahrhundert und erfreuen sich regen Zuspruchs und bester Kritiken. Nahezu alle Bürger des Dorfes sind an den Aufführungen beteiligt.

Wegbeläge

  • Wanderweg (38%)
  • Schotter (17%)
  • Asphalt (29%)
  • Straße (16%)

Wetter

Allgemeine Informationen

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