© MS&P, Michael Schott, Tourismusverband Ostallgäu e.V.

Schlossparkradrunde im Allgäu - Abschnitt 1

Auf einen Blick

  • Start: Füssen
  • Ziel: Lechbruck am See
  • 39,96 km
  • 2 Std. 57 Min.
  • 258 m
  • 882 m
  • 717 m

Beste Jahreszeit

Die Schlossparkradrunde im Allgäu wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) als ADFC-Qualitätsradroute mit fünf Sternen ausgezeichnet und ist somit einer von derzeit zwei vom ADFC in Deutschland ausgezeichneten 5-Sterne-Radfernwegen. Zwischen Bergen, Schlössern und Seen.

Unsere Reise durch den zauberhaften Schlosspark beginnt in Füssen. Nachdem wir den Lech in östlicher Richtung überquert haben, lohnt sich ein Blick zurück auf das Hohe Schloss Füssen, welches über dem türkisfarbenen Lech thront.

Auf Radwegen entlang der Straße erreichen wir Hohenschwangau. Unterwegs können wir bereits immer wieder traumhafte Blicke auf die beiden Königsschlösser erhaschen oder einen Abstecher zum Schwanseepark mit dem einstigen königlichen Schlosspark machen. Im Jahr 1832 kaufte Ludwigs Vater, der Wittelsbacher Maximilian II. Joseph, die Ruine Hohenschwangau und ließ sie im neugotischen Stil wieder aufbauen. Das wieder errichtete Schloss diente dem heranwachsenden Ludwig II. sowie der gesamten königlichen Familie als Sommerresidenz. Ab dem Jahr 1869 – Ludwig II. war bereits zum König ernannt worden – ließ er Schloss Neuschwanstein als idealisierte Vorstellung einer Ritterburg am Fuße der hohen Alpengipfel erbauen. Die Fertigstellung des Märchenschlosses dauerte 15 Jahre, so dass König Ludwig II. nur wenige Nächte in seinem Schloss verbringen konnte, verstarb er doch im Jahr 1886 unter mysteriösen Umständen im Starnberger See. Unweit der Königsschlösser liegt der malerische Alpsee am Fuße des Säuling-Gipfels und lädt zu einer Pause ein. Direkt am Ufer des Badesees befindet sich das Museum der bayerischen Könige, in dem ein Einblick in das Königsgeschlecht der Wittelsbacher vermittelt wird.

Auf unserem weiteren Weg durch den Schlosspark kommen wir nach Schwangau mit seinem einladenden Kurpark, einer Ruheoase mitten im Dorfidyll. Der nördlich anschließende Bannwaldsee bietet uns die Möglichkeit, uns an besonders heißen Tagen im kühlen Nass zu erfrischen. Vom moorigen Nordufer des Sees offenbart sich ein herrliches Bergpanorama.

Im weiteren Verlauf rollen wir entlang des Moorgebietes Birnbaumer Filz auf der ehemaligen Königsstraße Richtung Wieskirche. Das Birnbaumer Filz ist ein wichtiges Rückzugsgebiet vieler seltener Tier- und Pflanzenarten wie Sonnentau, Schwalbenwurz-Enzian oder bedrohter Schmetterlingsarten.

Über einsame Radwege erreichen wir den Pfaffenwinkel und mit ihm die Wieskirche, eine der wichtigsten und beeindruckendsten sakralen Bauten Süddeutschlands. Als Pfaffenwinkel wird das Gebiet zwischen Lech und Loisach bezeichnet. Grund dafür ist die Vielzahl an Klöstern und Kirchen. Die Wallfahrtskirche „Zum Gegeißelten Heiland" auf der Wies zählt seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Erbaut wurde die Kirche von 1745 bis 1754 von den Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann.

Die Schlossparkradrunde führt uns weiter nach Steingaden. Hier ist die romanische Basilika einen Besuch wert. Das Welfenmünster vereint auf harmonische Weise die wichtigsten Epochen von der Romanik bis hin zur Moderne. Neben dem eindrucksvollen Inneren der Kirche ist der gotische Kreuzgang im südlichen Außenbereich des Münsters ein Muss bei einer Besichtigung Steingadens. Westlich von Steingaden erradeln wir uns ein beeindruckendes Alpenpanorama.

Über Urspring gelangen wir nach Lechbruck am See und zurück an den Lech, den wir bei Füssen bereits einmal überquert haben. Der Lech war einst ein wichtiger Grenzfluss und stellte eine natürliche Barriere zwischen Bayerisch Schwaben und (Alt-)Bayern dar. Dies ist heute unter anderem in den teilweise noch sehr verschiedenen Mundarten westlich und östlich des Flusses nachzuvollziehen. Außerdem war der Lech einst ein wichtiges Transportmedium für die Flößer, die ihre Waren auf Lech und Donau bis zum Schwarzen Meer transportierten. Detaillierte Informationen und Eindrücke des Flößer-Alltags liefert das Flößermuseum Lechbruck. Heutzutage ist der Lech einer der meistgestauten Flüsse Mitteleuropas, der Forggensee ist der größte Stausee Bayerns und ein Eldorado für Wassersportler. Den Seen ist ihr künstlicher Ursprung vielerorts nicht mehr anzusehen, es haben sich einzigartige Biotope und Rückzugsgebiete seltener Tierarten entwickelt. In Lechbruck bietet es sich an, eine Wanderung um den Lechsee zu unternehmen oder auf einer Floßfahrt den ersten Abschnitt der Schlossparkradrunde Revue passieren zu lassen.

Wegbeläge

  • Asphalt (65%)
  • Straße (5%)
  • Wanderweg (10%)
  • Schotter (21%)

Wetter

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